Geschäftsordnung und Grundsätze der Arbeitskreise

Der Arbeitskreis begleitet den Dorfladenprozess grundsätzlich bis zur Eröffnung des Ladens und ggf. darüber hinaus, sofern dies für die Beteiligten wichtig ist. Im Wesentlichen werden in der Anfangsphase der Gründungsprozess und eine Machbarkeitsstudie mit begleitet. Der Arbeitskreis stellt auch eine wichtige Vorstufe für die noch zu gründende Betreibergesellschaft dar. Nach erfolgter Gründung der Betreibergesellschaft arbeiten die Arbeitskreismitglieder – sofern sie nicht weitere Ämter der Betreibergesellschaft (u. a. Aufsichtsrat, Vorstand/Geschäftsführer, Rechnungsprüfer, Kundenrat etc.) belegt
werden - weiterhin im Umsetzungsprozess mit.

Die Arbeit des Arbeitskreises erfolgt stets überparteilich und unabhängig von allen Interessensvertretungen.

1. Der Arbeitskreis ist ideell tätig und begleitet den Gründungsprozess des Dorfladens.

2. Es besteht die Möglichkeit, jederzeit zum Arbeitskreis hinzuzutreten. Eine begrenzte Anzahl der Teilnehmer gibt es nicht.

3. Unabhängig von den anwesenden Teilnehmern ist der Arbeitskreis stets in der Lage Beschlüsse mit einfacher Mehrheit treffen zukönnen. Stimmengleichheit wird stets als Ablehnung gewertet.

4. Es wird ein Sprecher von den Arbeitskreismitgliedern gewählt. Dieser Sprecher behält sein Amt bis zur nächsten Wahl. Eine Mindestamtsdauer wird nicht vereinbart.

5. Über jedes Arbeitskreistreffen sollte ein Protokoll angefertigt werden. Eine Verpflichtung hierzu besteht nicht.

6. Es kann weiterhin ein Schriftführer gewählt werden. Dieser Schriftführer ist jeweils bis zur nächsten Wahl tätig.

7. Grundsätzlich ist jedes Arbeitskreismitglied selbst verpflichtet, sich die notwendigen Protokolle und sonstigen wichtigen Unterlagen zu beschaffen („Holpflicht“).Das gleiche gilt auch bei der Meldung der Adressdaten der Arbeitskreismitglieder.

8. Die Aufgaben des Arbeitskreises ergeben sich aus den Bedürfnissen und den notwendigen
Maßnahmen der Tätigkeiten insgesamt.

9. Der Arbeitskreis wird je nach Bedarf Fachbereiche (z. B. Standortwahl, Bau und Ausbau, Sortiment,
Gründung/Rechtsformwahl, Mitgliederwerbung und Marketing, Investition und Kalkulation, Personalauswahl etc.) bilden, die die vereinbarten und gesteckten Ziele bzw. Aufgaben im Sinne des Projektes bearbeiten. Sofern Fachbereiche gebildet werden, wird eine Lenkungsgruppe (als Projektleitung) gebildet. In dieser Lenkungsgruppe ist jeweils ein Vertreter der Fachbereiche aufzunehmen.

10. Sofern ein Arbeitskreismitglied in eine befangene Rolle gerät (z. B. Arbeitskreismitglied und zugleich Vermieter, Lieferant etc.), verzichtet das Mitglied freiwillig sowohl auf die Teilnahme am Bearbeiten des konkreten Themas als auch auf sein Stimmrecht.

11. Bei jeder Arbeitskreissitzung wird eine Anwesenheitsliste geführt. Diese dient grundsätzlich
dazu, zur nächsten Arbeitskreissitzung einzuladen.

12. Sofern die Aufgaben vom Arbeitskreis und deren Mitglieder nicht gelöst werden können, wird ein externer Fachrat herangezogen.

13. Alle bis zur Gründung des Rechtsträgers entstehenden Kosten bzw. Investitionen, die durch den Arbeitskreis ausgelöst werden, müssen vom Arbeitskreis erörtert und mehrheitlich entschieden werden. Sofern mehrere Arbeitskreise installiert sind, werden entweder über den Lenkungskreis den einzelnen Arbeitskreisen Budgets zugewiesen oder die Entscheidungen im Lenkungskreis getroffen. Grundsätzlich gilt, dass keine Investitionen ausgelöst werden, für die keine Finanzierung sichergestellt ist.